Die Hagenburger Bogenschützen

Deutsche Meisterschaft Halle 2022 in Berlin

Vom 04.- 06 .März 2022 fanden die diesjährigen Deutschen Meisterschaften in der Halle in Berlin statt. Nachdem die Deutsche Meisterschaft in Hof (Bayern) zwei Jahre zuvor aufgrund von Corona einen Tag vorher abgesagt worden war.

Johanna (links) und Lea (rechts) kurz vor dem Wettkampf.

Das Sportjahr verlief bis dahin auch lange nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Somit fand weder die Kreismeisterschaft Ende November noch die Landesmeisterschaft Ende Januar statt. Erfreulicher Weise gab es eine Deutsche Meisterschaft im März in Berlin, zu der sich auch zwei Hagenburger Bogenschützinnen qualifizierten.
Johanna Mensching und Lea Marie Schweer haben es geschafft, die Schützengesellschaft in Berlin zu repräsentieren. 
Johanna schoss für die Juniorinnen-Klasse, ihre erste deutsche Meisterschaft. Lea Marie kämpfte in der Damenklasse um den Titel, nicht das erste mal auf der Meisterschaft aber das erste mal in der Damenklasse. 

Während des Wettkampfes gab es viele Vorschriften. Unter anderem durfte pro Schütze nur ein Betreuer/Trainer mit in die Halle und zu jeder Zeit, in der man das Sportgerät nicht in der Hand hatte, bestand Maskenpflicht. In der gesamten Halle war außerdem 2G, was vor dem Betreten der Halle kontrolliert wurde. Ganz schön viele Auflagen, die es zu beachten gab. 

Nach 60 Pfeilen, ihren ersten 60 Pfeilen auf einer Deutschen Meisterschaft, belegte Johanna Mensching mit 455 Ringen einen sehr guten 9. Platz. 

Lea Marie belegte nach 60 Pfeilen mit 538. Ringen einen 11. Platz und dufte somit noch ins Finale einziehen. Dort unterlag sie leider direkt im 1/8 Finale gegen Marzena Wrodarczyk vom  SG Hubertus Hörlkofen mit 4:6. „Ich hätt nicht gedacht, dass eine Deutsche Meisterschaft stattfinden wird, dennoch freue ich mich hier zu sein“, so Schweer.  

Alles in allem war es für die Hagenburger Bogenschützinnen eine schöne Meisterschaft. Vielen Dank an die Schützengesellschaft für die Unterstützung!  

***ZUSATZINFOS***

In der Halle wird anders als draußen nur auf 18 Meter geschossen. Hier werden 3 Pfeile in 120 Sekunden geschossen. Dies nennt man Passe, danach werden Pfeile geholt. Insgesamt werden 2×10 Passen geschossen also 60 Pfeile und man kann eine Höchstringzahl von 600 Ringen erreichen. 

Bis auf in der Damen und Herren Klasse (Sowohl Recurve als auch Compound) ist der Wettkampf nach den 60 Pfeilen zu Ende. Bei den Damen und Herren wird durch die 60 Pfeile nur ein Platz für jeden Schützen ermittelt, mit dem dieser dann ins Finale geht. Im Finale schießt dann der Beste gegen den Schlechtesten und immer so weiter. Nehmen wir als Beispiel mal das 1/8 Finale. Dort schießen die besten 16 aus einer Klasse zusammen. Erster gegen den 16. Zweiter gegen den 15. und immer so weiter. 

Bei den Recurvern werden im Finale ebenfalls nur 3 Pfeile geschossen und diese werden „gegen“ die Pfeile des direkten Gegners gewertet. Pro gewonnener Passe gibt es 2 Punkte, bei einem Unentschieden bekommt jeder einen Punkt. Nach frühstens 3 Passen steht ein Gewinner mit 6:0 fest. Nach spätestens 5 Passen, kann sowohl ein Sieger feststehen oder es geht mit einem 5:5 ins Stechen. Dort wird dann nur ein Pfeil geschossen. Der Pfeil, der näher in der Mitte ist, gewinnt. 

Bei den Compoundern läuft es ein wenig anders ab. Dort werden immer 5 Passen geschossen und jeder Pfeil zählt mit seiner Ringzahl. Somit kann ein Compounder nach 5 Passen höchstens 150 Ringe haben und der Schütze in dem Duell mit der höchsten Ringzahl gewinnt. Bei Gleichstand ist ebenfalls ein Stechen. 

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