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Nacht des Sports Hauchdünner Vorsprung

Eine Leichtathletin, ein Hammerwerfer und eine Herren-Fußballmannschaft haben bei der Nacht des Sports die Titel abgeräumt. Die Schaumburger Sportler des Jahres 2017 heißen Luna Bulmahn (VfL Eintracht Hannover) und Sören Hilbig (VfR Evesen). Als Mannschaft des Jahres 2017 haben die Leser der drei Schaumburger Tageszeitungen sowie eine Fachjury die Fußballer des TuS SW Enzen gewählt.

Während die Wahl von Bulmahn eine klare Sache war, setzte sich Hilbig nur hauchdünn vor Kunstflieger Oliver Bax vom LSV Rinteln durch. Der Hammerwerfer hatte nur 16 Stimmen mehr als der Zweitplatzierte. Bei den Mannschaften gewann der Fußball-Kreismeister aus Enzen mit sicherem Vorsprung vor den Handballern der HSG Exten-Rinteln.

Im Bückeburger Rathaussaal wurde gestern den Siegern und Nominierten die verdiente Anerkennung für ihre starken sportlichen Leistungen aus dem Vorjahr zuteil. Die Moderatoren Jörg Nitsche (Sparkasse ) und Guido Scholl (Schaumburger Nachrichten) führten mit Witz und Schlagfertigkeit durch den Abend.

Wie immer lautete die Reihenfolge aus alter Tradition: Ladies first. Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres 2017 setzte sich die Leichtathletin Luna Bulmahn deutlich durch. Die Obernkirchenerin verwies die Bogenschützin Lea Marie Schweer (SG Hagenburg-Altenhagen) sowie die Hammerwerferin Kirsten Hilbig (VfR Evesen) auf die Plätze. Die 18-Jährige wurde über 200 Meter Landesmeisterin der Altersklasse U20 in der Halle und sie feierte über 200 Meter die Norddeutsche Meisterschaft. Mittlerweile wechselte Bulmahn auf die 400-Meter-Strecke. „Mit meinen langen Beinen habe ich einen großen Schritt, dafür ist diese Distanz prädestiniert, aber ich laufe sie nicht gerne“, sagte eine überglückliche Siegerin.

Als Sportler des Jahres wurde der Hammerwerfer Sören Hilbig (VfR Evesen) geehrt. Für den 15-Jährigen war es ein Jahr der Superlative. Erfolg auf Erfolg, Rekord auf Rekord, Titel auf Titel reihten sich wie auf einer Perlenschnur gezogen aneinander. Dazu kam die Aufnahme in den Landeskader und als Krönung die Aufnahme in den Bundeskader. Hilbig war im Jahr 2017 in seiner Altersklasse U16 die unangefochtene Nummer 1 in Deutschland. Das Nachwuchstalent träumt von der Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2024. Aber nicht nur das: „Ich möchte mehr Erfolg haben als meine Eltern und weiter als mein Vater werfen“, berichtete der 15-Jährige. Die Eltern sind die ehemaligen Top-Hammerwerfer Kirsten Hilbig (Münchow) und Holger Klose.

Auf den weiteren Plätzen folgten ein Deutscher Meister und ein Weltmeister. Kunstflieger Oliver Bax vom LSV Rinteln fehlten nur 16 Stimmen zur Krönung, Dritter wurde der Eisschwimmer Marcus Reineke (SSF Obernkirchen).

Danach wurde es voll auf der Bühne: Die Ehrung der Mannschaften des Jahres 2017 bildeten den Schlusspunkt der tollen Veranstaltung. Auf den Thron hievten die Zeitungsleser und die Fachjury die Fußballer des TuS SW Enzen. Das Team von Trainer Fabian Stapel holte sich in souveräner Manier die Kreisliga-Meisterschaft. „Wir haben uns mittlerweile einen guten Namen in Schaumburg gemacht, spielen einen guten Ball“, erklärt Stapel und ergänzt: „In der Bezirksliga gibt es einige interessante Derbys, aber das gegen den FC Stadthagen gewinnen wir am liebsten.“ Das gelang vor Kurzem eindrucksvoll: Der FC wurde 7:0 besiegt.

Auf Platz zwei landeten die Handballer der HSG Exten-Rinteln. Sie schafften den Aufstieg in die Landesliga. Über den dritten Platz freuten sich die Tischtennisspieler des TSV Algesdorf. Den Zelluloidkünstlern gelang der Durchmarsch in die Oberliga und sie belegten – wie im Vorjahr auch bei der Sportlerwahl – den Bronzerang.

Quelle Text/Bild : Schaumburger Nachrichten

 

Sportlerehrung 2014

Schaumburger Sportler des Jahres in Rinteln geehrt

„Sie haben Großartiges geleistet, selbst die Nominierung ist bereits eine große Auszeichnung für Ihre Leistungen im Jahre 2013!“

So tröstete Moderator Jörg Nitsche alle Nominierten der Sportlehrehrung, die es nicht aufs Treppchen geschafft hatten. Lea Marie Schweer, Bogenschützin bei der SG Hagenburg-Altenhagen, belegte einen tollen dritten Platz.

Lea Marie Schweer bei der Dt. Hallenmeisterschaft
Lea Marie Schweer bei der Dt. Hallenmeisterschaft

Lea Marie hatte an diesem Abend ihren Bogen mitgebracht. Dirk Bredemeier, Vorsitzender des SC Deckbergen-Schaumburg, hatte so seine Probleme mit dem Sportgerät, kam jedoch um eine Vorführung aber nicht herum. Stolz über die erreichte Platzierung, hinderten auch die Krücken Lea Marie nicht, die Tribüne zu erreichen und ihre Auszeichnung selber entgegen zu nehmen. Vor einigen Wochen hatte sie sich bei einem Sportunfall den Knöchel verletzt.

Der Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften in Winsen/Luhe tat das jedoch keinen Abbruch. Dort erreichte Lea Marie Schweer bei 20 Starterinnen trotz des Handicaps einen starken vierten Platz in der Schülerklasse A weiblich und verpasste somit nur knapp eine Medaille.

Text: Ute Volta
Bild: K.-W. Schweer